Ich passe in keine Schublade. Meine Geschichten auch nicht.

26.10.2026
Garnknäuel in Beige und Rostrot, Strickmuster, Maßband und Häkelnadeln auf hellem Holztisch.

Warum ich ParkaDesign Books gegründet habe, weshalb meine Geschichten in verschiedenen Welten zu Hause sind und warum ich mich heute nicht mehr dafür rechtfertige.

Es gibt Sätze, die begleiten einen länger, als sie sollten.

"Jetzt machst du schon wieder etwas anderes."

"Kannst du dich nicht einmal auf eine Sache konzentrieren?"

Oder auch: "Wie lange wird dich das diesmal interessieren?"

Ich habe solche Sätze oft gehört. Über Jahre. Eigentlich über Jahrzehnte.

Manchmal waren sie vermutlich gar nicht böse gemeint. Manchmal vielleicht schon. Aber irgendwann hinterlassen solche Bemerkungen Spuren. Vor allem dann, wenn man selbst gar nicht versteht, was daran so ungewöhnlich sein soll, sich für viele unterschiedliche Dinge zu interessieren.

Denn ich habe meine Ideen nicht einfach begonnen und wieder liegen gelassen.

Ich habe sie umgesetzt. Mich eingearbeitet, gelernt, gearbeitet, Ziele erreicht. Und kaum war etwas geschafft, entstand vielleicht schon die nächste Idee.

Für mich war das immer selbstverständlich.

Für andere offenbar nicht.



Viele Facetten. Ein Mensch.

Ich war schon als Kind neugierig auf alles Mögliche.

Mein Großvater brachte mir früh das Lesen und Schreiben bei. Kaum konnte ich schreiben, entstanden meine ersten Geschichten. Handschriftlich, sorgfältig gestaltet, denn schon damals wollte ich keine gewöhnlichen Hefte. Ich wollte richtige Bücher.

Ich verschlang Fantasyromane, entdeckte Gedichte und Poesie, erfand eine eigene Geheimschrift und schrieb meine Gedanken nieder.

Gleichzeitig gab es die Wolle. Das Stricken, das Häkeln, das Gestalten.

Und später kamen noch viele andere Interessen dazu.

Ich konnte mich nie auf eine einzige Sache festlegen. Nicht beim Lesen, nicht beim Gestalten und schon gar nicht bei den Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.

Vielleicht hat mich genau deshalb irgendwann auch die Psychologie so fasziniert.

Ich wollte verstehen, warum Menschen so sind, wie sie sind. Warum sie bestimmte Entscheidungen treffen, warum sie sich widersprechen, warum sie Dinge tun, die auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn ergeben.

Und natürlich wollte ich auch verstehen, warum mein eigener Kopf so funktioniert.

Ob mein Psychologiestudium meine Art zu denken beeinflusst hat? Ganz bestimmt.

Oder habe ich Psychologie vielleicht gerade deshalb gewählt, weil ich schon immer so gedacht habe?

Vermutlich ist von beidem etwas dabei.

Jedenfalls habe ich mich schon immer für das interessiert, was hinter dem Offensichtlichen liegt.

Für Menschen und ihre Geschichten.

Und für die vielen Facetten, die einen Menschen ausmachen.

Geschichten waren immer da

Ich habe über die Jahre unglaublich viel geschrieben.

Nicht unbedingt mit dem Gedanken, daraus eines Tages Bücher zu machen.

Manchmal waren es Erlebnisse, manchmal Beobachtungen, manchmal Gedanken, die mich beschäftigt haben. Oft entstanden daraus kleine Geschichten.

Vielleicht war das meine Art, Tagebuch zu führen.

Nur eben nicht immer als klassisches Tagebuch.

Ich habe Erfahrungen in Geschichten verpackt, Figuren erfunden, Situationen verändert und Gedanken weitergesponnen.

Und dabei ging es nicht immer um die großen, schwierigen Dinge des Lebens.

Manchmal wollte ich einfach etwas Schönes festhalten. Manchmal musste ich über eine Situation lachen. Manchmal wollte ich verstehen, warum mich etwas geärgert hatte. Und manchmal war da schlicht eine Idee, aus der plötzlich eine ganze Welt wurde.

Ich glaube, das ist bis heute so geblieben.

Aus jeder meiner Facetten kann eine Geschichte entstehen.

Manche werden zu einem Roman. Manche zu einem Kinderbuch. Andere vielleicht zu einer Strickanleitung. Und wieder andere bleiben einfach ein Gedanke, den ich irgendwann aufschreibe.

Selbstreflexion muss nicht immer wehtun

Schreiben wird gerne als eine Art Therapie bezeichnet.

Und ja, natürlich kann es helfen, Erlebnisse zu verarbeiten, Gedanken zu ordnen oder Gefühle besser zu verstehen.

Aber ich finde, das greift zu kurz.

Denn Selbstreflexion muss nicht immer schmerzhaft sein.

Sie kann auch Spaß machen.

Man kann auf sein früheres Ich zurückblicken und sich fragen, was man sich damals eigentlich gedacht hat. Man kann über eigene Entscheidungen schmunzeln, alte Überzeugungen hinterfragen oder feststellen, dass man heute vieles ganz anders sieht.

Und manchmal entdeckt man dabei etwas, das einem vorher gar nicht bewusst war.

Ich schreibe nicht nur, um etwas loszuwerden.

Ich möchte aus meinen Erfahrungen, meinen Beobachtungen und meiner Fantasie etwas Neues erschaffen.

Das bedeutet nicht, dass meine Bücher autobiografisch sind.

Aber eines kann ich schon jetzt versprechen:

Du wirst in meinen Büchern immer etwas von mir finden.

Vielleicht meine Art, Menschen zu betrachten. Meine Fragen. Meinen Humor. Meine Zweifel. Oder meine Überzeugung, dass hinter einer Entscheidung meistens mehr steckt, als wir auf den ersten Blick erkennen.

Denn auch meine Figuren passen nicht unbedingt in eine Schublade.

Warum sollten sie auch?


Und warum jetzt ParkaDesign Books?

Diese Frage lässt sich eigentlich ganz einfach beantworten.

Weil ich es möchte.

Und weil ich inzwischen alt genug bin, um zu wissen, dass das ein völlig ausreichender Grund ist.

Vielleicht hat die Menopause auch ihren Teil dazu beigetragen. Irgendetwas Gutes müssen diese hormonellen Kapriolen schließlich haben.

Aber Spaß beiseite.

Ich habe viele Jahre damit verbracht, meine unterschiedlichen Interessen irgendwie unter einen Hut zu bringen. Manche habe ich beruflich umgesetzt, andere privat ausgelebt. Und einige Ideen mussten warten.

Nicht, weil sie mir weniger wichtig waren.

Sondern weil das Leben eben auch aus Verpflichtungen, Verantwortung, Familie, Arbeit und Entscheidungen besteht.

Vor über elf Jahren habe ich mit meinen Strick- und Häkelanleitungen begonnen, mir etwas Eigenes aufzubauen.

ParkaDesigns ist über die Jahre gewachsen. Und ich bin mitgewachsen.

Aber die Geschichten waren nie verschwunden.

Sie waren immer da.

Und irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich noch länger warten sollte.

So entstand ParkaDesign Books.

Nicht als Ersatz für ParkaDesigns.

Nicht, weil ich mit dem einen aufhöre und jetzt etwas völlig anderes beginne.

Sondern weil ich mir endlich auch für meine Geschichten einen eigenen Raum schaffen möchte.

Warum ich meine Bücher selbst veröffentliche

Mit der Entscheidung für ParkaDesign Books kam auch die Frage, wie ich meine Bücher veröffentlichen möchte.

Für mich war Self-Publishing eine bewusste Entscheidung.

Natürlich bedeutet es Arbeit. Sehr viel sogar.

Man muss sich nicht nur um das Schreiben kümmern, sondern auch um die Gestaltung, die Veröffentlichung, die Organisation und vieles, was normalerweise im Hintergrund eines Verlages passiert.

Aber ich kenne diese Art zu arbeiten.

Ich habe mir mit meinen Anleitungen über viele Jahre ein eigenes kreatives Unternehmen aufgebaut. Ich weiß, wie viel Freude es machen kann, eine Idee vom ersten Gedanken bis zum fertigen Produkt zu begleiten.

Und ich weiß auch, wie viel Verantwortung damit verbunden ist.

Gerade deshalb reizt mich dieser Weg.

Denn ich möchte selbst entscheiden, welche Geschichte ich als Nächstes erzähle.

Heute ist mir vielleicht danach, Toni, Muki und Emma durch das Wollwunderland zu begleiten.

Morgen möchte ich Romy dabei helfen, ein Geheimnis zu lüften, das ihre ganze Familiengeschichte verändern könnte.

Und am nächsten Tag habe ich möglicherweise eine Idee für eine neue Strickanleitung, die unbedingt ausprobiert werden will.

Vielleicht entsteht danach ein weiteres Kinderbuch. Vielleicht ein Roman. Vielleicht etwas, woran ich heute noch gar nicht denke.

Und genau das ist der Punkt.

Ich möchte nicht heute entscheiden müssen, welche meiner Facetten morgen Platz haben darf.

Ich möchte die Freiheit haben, meinen Ideen zu folgen.

Das bedeutet nicht, dass ich planlos arbeite oder jedes Projekt sofort umsetzen muss.

Im Gegenteil. Ich kann sehr strukturiert sein, wenn ich ein Ziel erreichen möchte.

Aber ich möchte selbst bestimmen, welche Ziele ich mir setze.

Und ich möchte mich nicht auf ein Genre festlegen, nur weil das möglicherweise einfacher zu vermarkten wäre.

Meine Geschichten entstehen aus unterschiedlichen Teilen meiner Persönlichkeit.

Warum sollte ich also nur einen davon erzählen dürfen?


Die Sache mit den Schubladen

Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass meine Vielseitigkeit nichts ist, wofür ich mich rechtfertigen muss.

Das klingt heute so selbstverständlich.

War es aber nicht.

Wenn man über Jahrzehnte immer wieder hört, man solle sich doch endlich auf etwas konzentrieren, beginnt man irgendwann, sich selbst infrage zu stellen.

Vielleicht wäre tatsächlich alles einfacher, wenn man nur eine Leidenschaft hätte.

Vielleicht sollte man sich entscheiden.

Vielleicht müsste man nur lernen, sich besser zu konzentrieren.

Ich habe mich mit solchen Fragen beschäftigt. Auch mit Begriffen und Erklärungsmodellen, die beschreiben sollen, warum manche Menschen so viele Interessen haben.

Und irgendwann kam eine andere Frage dazu.

Warum muss ich mich überhaupt erklären?

Warum reicht es nicht, dass ich Freude an unterschiedlichen Dingen habe?

Warum soll ich einen Teil von mir zurückstellen, damit andere mich leichter einordnen können?

Es hat gedauert, bis ich an diesen Punkt gekommen bin.

Und ich will auch gar nicht behaupten, dass mir heute jede Meinung völlig egal ist.

Aber ich habe gelernt, genauer hinzusehen, welche Erwartungen tatsächlich meine eigenen sind.

Und welche ich vielleicht nur übernommen habe, weil sie mir lange genug begegnet sind.

Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen

Ich glaube, mit den Jahren verändert sich der Blick auf vieles.

Man wird nicht automatisch gelassener oder klüger. Schön wäre es.

Aber man sammelt Erfahrungen.

Man erlebt, dass manche Dinge, über die man sich früher unglaublich viele Gedanken gemacht hat, irgendwann völlig unwichtig werden.

Und dass andere Dinge, die man jahrelang aufgeschoben hat, plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Bei mir gehört das Schreiben dazu.

Vielleicht hätte ich ParkaDesign Books schon vor zwanzig Jahren gründen können.

Vielleicht wären damals ganz andere Geschichten entstanden.

Aber ich bin heute der Mensch, der ich durch all diese Jahre geworden bin.

Mit meinen Erfahrungen, meinen Widersprüchen, meinem Humor, meiner Kreativität und all den Ideen, die noch immer in meinem Kopf herumschwirren.

Und genau dieser Mensch möchte jetzt Bücher schreiben.

Nicht irgendwann.

Jetzt.

Eine Botschaft an alle, die sich wiedererkennen

Vielleicht kennst du das.

Du begeisterst dich für viele Dinge, hast ständig neue Ideen und hörst immer wieder, dass du dich doch endlich entscheiden solltest.

Vielleicht hast du sogar begonnen, manche Interessen für dich zu behalten, weil du keine Lust mehr auf die immer gleichen Kommentare hast.

Dann möchte ich dir etwas mitgeben, das ich selbst erst lernen musste.

Warte nicht so lange wie ich.

Du musst dich nicht auf einen einzigen Teil deiner selbst reduzieren, nur damit andere dich leichter einordnen können.

Du musst nicht für jede neue Leidenschaft eine Erklärung haben.

Und du musst auch nicht beweisen, dass eine Idee für immer bleiben wird, damit sie es wert ist, ausprobiert zu werden.

Was sich für dich richtig anfühlt, darf seinen Platz haben.

Natürlich gibt es Verpflichtungen und Entscheidungen, die wir nicht einfach ignorieren können.

Aber innerhalb unseres Lebens dürfen wir selbst bestimmen, wer wir sein möchten und welche Seiten von uns wir leben wollen.

Das ist keine Frage des Alters.

Und eigentlich sollte es auch keine Frage des Mutes sein müssen.


Willkommen in meiner Schreibstube

ParkaDesign Books ist für mich deshalb weit mehr als ein Name für meine Bücher.

Es ist ein Stück Selbstbestimmung.

Ein Ort, an dem meine unterschiedlichen Geschichten nebeneinander existieren dürfen.

Und diese Schreibstube gehört dazu.

Hier werde ich über meine Bücher erzählen, über Ideen und Figuren, über das Schreiben und manchmal auch darüber, warum eine Geschichte ganz anders geworden ist, als ich ursprünglich geplant hatte.

Aber hier wird es nicht ausschließlich um Bücher gehen.

Vielleicht schreibe ich über eine Erinnerung aus meiner Kindheit. Über eine Begegnung, die mich nachdenklich gemacht hat. Über das Älterwerden, gesellschaftliche Erwartungen oder eine Frage, die mir gerade nicht aus dem Kopf geht.

Manchmal ernst. Manchmal kritisch. Manchmal mit Humor.

Und vielleicht auch einmal über etwas, das auf den ersten Blick überhaupt nichts mit dem Schreiben zu tun hat.

Denn auch hier möchte ich mich nicht festlegen.

Ich weiß noch nicht, welche Gedanken morgen entstehen werden.

Aber ich freue mich darauf, ihnen einen Platz zu geben.

Ich passe in keine Schublade.

Meine Geschichten auch nicht.

Und genau deshalb gibt es ParkaDesign Books.

Mehr verrate ich heute noch nicht – aber natürlich nehme ich dich hier im Blog mit, sobald es so weit ist.

Alles Liebe,

Eure Kathrin 🌸


Ein Gedanke, den du teilen möchtest?

Vielleicht kennst du jemanden, der sich ebenfalls nicht in eine Schublade stecken lassen möchte.

Noch ein wenig weiterstöbern?

Meine Geschichten haben viele Seiten.

Zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und beide warten darauf, entdeckt zu werden.

Gedanken austauschen

Und wie ist das bei dir?

Kennst du das Gefühl, auf eine einzige Leidenschaft festgelegt zu werden? Vielleicht gibt es auch etwas, das du schon lange ausprobieren möchtest. Ich freue mich auf deine Gedanken – auch wenn du die Dinge anders siehst.

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